Allwissenheit hat ausgedient

Wir leben in einer Zeit, in der Entwicklungen kaum vorhersehbar sind. Zu unübersichtlich, zu komplex gestaltet sich die Umwelt. Damit gewinnt eine Tugend an Bedeutung, die vor allem Manager gern belächeln: Demut. Dabei würde sie vor allem Führungskräften ganz besonders gut zu Gesicht stehen.

Die heutige Zeit lehrt uns, dass Allmachtsfantasien im Managementhandeln ausgedient haben. Der Chef als vermeintlich Allwissender, der keine Zweifel kennt und stur seinen Weg geht, der seinen Leuten sagt, wo es langgeht und alles unter Kontrolle hat, dieses Bild wirkt zunehmend unangebracht, ja falsch. Ein Anfang wäre schon einmal, zu akzeptieren, dass "Mann" das alles nicht ist und auch nicht kann. Demütig sein, heißt loslassen zu können.

Doch es geht nicht darum, handlungsunfähig zu sein und nichts zu tun. Nokia und seine Führungskräfte sind nicht an zu viel Demut gescheitert, sondern an fehlendem Mut und Experimentierfreude.

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