Wie Fragen die Welt verändern können

Wie können wir das Wirtschaftswachstum so gestalten, dass alle etwas davon haben? Ein Appell an Innovatoren weltweit

Manche Fragen wirken wie eine Art Katalysator. Das heißt, sie erfüllen für den kreativen Problemlösungsprozess genau die gleiche Funktion wie Katalysatoren bei chemischen Prozessen: Sie räumen Barrieren aus dem Weg und ermöglichen schnellere Fortschritte auf produktiveren Wegen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Frage nach dem Wohlstandsdilemma, die in der Politik seit einiger Zeit heiß diskutiert wird und vor der so viele reife Volkswirtschaften stehen: Innovationen (vor allem im Bereich der Technologie) schießen wie Pilze aus dem Boden, und es werden ständig neue Werte geschaffen - doch nur einige wenige Menschen kommen in den Genuss des daraus erwachsenden Wohlstands, während es der großen Masse finanziell am Ende eher noch schlechter geht.

Auch wenn beispielsweise alle Menschen vom freieren Informationsfluss durch das Internet profitieren, kann man mit Informationen allein weder seine Heizkostenrechnung bezahlen noch sich ein neues Getriebe für sein Auto kaufen. Zwar sind die Kosten für bestimmte Dinge wie Telefonate oder Fernsehgeräte eindeutig gesunken; doch dafür sind die Preise lebensnotwendiger Güter wie Nahrung und Wohnraum stark gestiegen.

Angesichts dieses schwer lösbaren globalen Problems frage ich mich: "Wie wäre es, wenn die Innovatoren dieser Welt sich zur Abwechslung einmal mit dieser Herausforderung beschäftigen würden? Wie können wir das Wirtschaftswachstum so gestalten, dass alle etwas davon haben?" Eine wichtige Frage, die, wie ich hoffe, ebenfalls Katalysatorfunktion erfüllt.

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