Die Fremden in meinem Zimmer

Im Pyjama am Küchentisch arbeiten? Beim schwedischen Coworkingmodell Hoffice macht man das mit Fremden oder Freunden. Funktioniert das auch in Deutschland?

In Skandinavien ist Hoffice längst bekannt. Die Idee hatte der schwedische Psychologe Christofer Gradin Franzén. Als er 2013 an seiner Masterarbeit schrieb, kam er mit seiner Arbeit allein am Küchentisch nicht voran. Darum lud er Freunde ein, um produktiver zu sein. Nach und nach entwickelte sich daraus ein Konzept mit verschiedenen Methoden aus der Wirtschaftslehre und der Psychologie und sogar buddhistische Ideen gehören dazu. Das Ziel: mit klaren Strukturen konzentriert arbeiten, seine Ideen teilen, um sich Feedback zu verschaffen sowie vorhandene Ressourcen zu nutzen. 

Anderswo auf der Welt sind Freelancer offenbar kontaktfreudiger: In São Paulo gibt es über 2.000 aktive Mitglieder, gefolgt von Stockholm (1.885) und Helsinki (1.307). Die Zahlen in weiteren Städten sind niedriger, doch auch hier sind die Mitglieder zumindest ein wenig aktiver: Die Gruppe in Toronto hat etwa 825 und die in Wien immerhin 209. Sind die Deutschen etwa zu verschlossen für dieses Coworkingmodell?

http://www.zeit.de/karriere/2017-02/coworking-schweden-homeoffice-hoffice